Aufbewahrungsfristen für Sozialdaten

28.04.2011 - 16:21

Nach § 14 Abs. 2 der Anordnung über den kirchlichen Datenschutz - KDO - sind personenbezogene Daten zu löschen, wenn ihre Kenntnis für die datenverarbeitende Stelle nicht mehr erforderlich ist. Gesetzliche Aufbewahrungsfristen sind dabei selbstverständlich zu beachten.

Die nachfolgende Tabelle nennt hierfür eine Reihe wichtiger Beispiele. Sie basiert auf der Grundlage von Anwendungsempfehlungen der Kommunalen Landesverbände zu § 35 SGB I, §§ 67 ff. SGB X, § 117 BSHG und §§ 61 ff. SGB VIII, Anlage 5 (Sozialhilferichtlinien B-W, A101) und den Empfehlungen der Kommunalen Gemeinschaftsstelle (KGSt). Sie wurden freundlicherweise von der Zentralen Datenschutzstelle der Landes­hauptstadt Stuttgart zur Verfügung gestellt..


 

Adoptionen

dauernd

Amtsvormundschaften und pflegschaften

30 Jahre

Asylbewerberleistungsgesetz

6 Jahre, 1 Jahr bei Ablehnung

Bundesausbildungsförderungsgesetz

6 Jahre, 4 Jahre bei Ablehnung

Bundessozialhilfegesetz (BSHG)

6 Jahre, mehr als 1 Jahr bei Ablehnung - Min­destfrist wegen der einjährigen Rechtsbe­helfsfrist bei unterlassener bzw. unrichtiger Rechtsbehelfsbelehrung nach § 58 Verwal­tungsgerichtsordnung

Entmündigungen

10 Jahre nach dem Tode

Erziehungsbeihilfe, freiwillige

direkt nach Beendigung

Erziehungsbeistandschaften

1 Jahr nach Beendigung

Familiengerichte, Mitwirkung

10 Jahre, beginnend mit der Volljährigkeit des jüngsten betroffenen Kindes (lt. Landkreis- und Städtetag BW), 30 Jahre laut Kommuna­ler Gemeinschaftsstelle

Fürsorgeerziehung

15 Jahre

Hilfe zur Erziehung

10 Jahre, beginnend mit der Volljährigkeit des jüngsten betroffenen Kindes,

30 Jahre laut Kommunaler Gemeinschaftsstel­le

Jugendgerichtshilfe

5 Jahre nach Eingang des letzten Schriftsatzes

Jugendhilfe, allgemeine

10 Jahre

Kriegsopferfürsorge

6 Jahre, 1 Jahr bei Ablehnung

Landesprogramm "Mutter-Kind"

6 Jahre, soweit Sozialhilfe gewährt wird (siehe Bundessozialhilfegesetz), 1 Jahr bei Ableh­nung,

10 Jahre für Entwicklungshilfeberichte (siehe Jugendhilfe - Hilfe zur Erziehung)

Leistungen nach dem Garantiefond

6 Jahre, 1 Jahr bei Ablehnung

Pflegestellenakten

15 Jahre

Pflegeschaften

30 Jahre

Rundfunkgebührenbefreiung

1 Jahr, nach Abschluss des letzten Bewilli­gungszeitraumes

Schuldnerberatung

6 Jahre, soweit Sozialhilfeleistung nach § 17 BSHG gewährt werden, 1 Jahr bei Ablehnung

Bei Beratungsakten ist im Einzelfall zu ent­scheiden, ob durch eine Löschung schutzwür­dige Interessen Betroffener beeinträchtigt werden

Soziale Dienste

5 Jahre

Unterhaltspflegschaften

5 Jahre, nach Volljährigkeit

Unterhaltssicherungsgesetz

6 Jahre, 4 Jahre bei Ablehnung

Vaterschaftsfeststellung

dauernd

Hilfe für junge Volljährige

10 Jahre

Vormundschaftsgericht

10 Jahre, beginnend mit der Volljährigkeit des jüngsten betroffenen Kindes,

30 Jahre laut Kommunaler Gemeinschaftsstel­le

Wohngeldgesetz - pauschalierte WG

6 Jahre, 1 Jahr bei Ablehnung (siehe Bundes­sozialhilfegesetz)

Wohngeldgesetz - Tabellenwohngeld

5 Jahre