Die Deutsche Ordensobernkonferenz kurz vorgestellt

24.09.2014 - 09:50

Die Deutsche Ordensobernkonferenz ist der Zusammenschluss der Höheren Oberen der Orden und Kongregationen in Deutschland. Die Verantwortlichen der General- und Provinzleitungen von Ordensgemeinschaften sowie der Abteien und selbständigen Einzelklöster in Deutschland haben sich in der DOK zusammengeschlossen, um ihre Interessen in Kirche und Gesellschaft gemeinsam zu vertreten und sich gegenseitig zu helfen, das Ordensleben in seinen vielfältigen Phasen und Aspekten und in den immer neuen Herausforderungen der sich wandelnden Zeit zu verwirklichen. Zurzeit sind in der DOK 430 Höhere Oberinnen und Obere vereinigt, die rund 22.800 Ordensangehörige repräsentieren. Kirchenrechtlich ist die DOK nach Maßgabe des can. 116 CIC als kirchliche juristische Person päpstlichen Rechts und zivilrechtlich als eingetragener Verein errichtet. Sitz des Vereins und Generalsekretariats ist Bonn. Ihr Zusammenschluss ist als Ordinarienkonferenz ein Pendant zur Deutschen Bischofskonferenz.

In der DOK sind sowohl die Höheren Oberinnen und Oberen der Ordensgemeinschaften bischöflichen wie auch päpstlichen Rechts Mitglieder. Eine solche Unterscheidung ist u.a. wichtig bei der Frage der Anwendbarkeit der kirchlichen Datenschutzanordnung (KDO). Während die KDO direkt auch auf  Ordensgemeinschaften bischöflichen Rechts anwendbar ist und diese dem Diözesandatenschutzbeauftragten unterstehen, sieht es bei den Ordensgemeinschaften päpstlichen Rechts anders aus. Für die Ordensgemeinschaften päpstlichen Rechts wurde eine Ordensversion der KDO erstellt, welche im Juni 2014 auf der Mitgliederversammlung der DOK beschlossen wurde. Die KDO – Ordensversion wurde den Höheren Oberinnen und Oberen zur Inkraftsetzung empfohlen. Jeder Höhere Obere muss die KDO-Ordensversion selbständig für seinen Jurisdiktionsbereich in Kraft setzen. Die Orden päpstlichen Rechts entscheiden selbstständig über ihren Ordensdatenschutzbeauftragten.

Damit nicht jede Ordensgemeinschaft päpstlichen Rechts einen eigenen externen Volljuristen bestellen muss, hat das DOK - Generalsekretariat die Einrichtung des Gemeinsamen Ordensdatenschutzbeauftragten der Deutschen Ordensobernkonferenz (GDSB DOK) geschaffen. Es werden den teilnehmenden Gemeinschaften zwei Volljuristen als Ordensdatenschutzbeauftragte zur Verfügung gestellt. Die Einrichtung des GDSB der DOK unterteilt sich in zwei regionale Zuständigkeitsbereiche. Für den südlichen Teil Deutschlands ist Herr Jupp Joachimski, Vorsitzender Richter am Bayerischen Obersten Landesgericht a.D., zuständig und den nördlichen Bereich übernimmt Herr RA Dieter Fuchs.

Die Ordensdatenschutzbeauftragten der einzelnen Ordensgemeinschaften, die die KDO – Ordensversion bereits in Kraft gesetzt haben, finden Sie hier:

http://www.orden.de/ordensgemeinschaften/